04.3.2013: Heute haben wir uns beim letzten Frühstück im Campervan schon etwas eigenartig gefühlt. Die Auswahl an essbarem war nicht mehr so gross, nein nicht dass uns das Geld ausgegangen wäre, aber wir wollten ja nicht überflüssige Esswaren wegwerfen. Ordentlich wie wir sind, haben wir bei unserem Camper die Innen - und Aussenreinigung des Fahrzeuges erledigt und die gemieteten Gegenstände wie Navy, Campingstühle und Tisch zur guten Übersicht für die Rückgabe im Wageninnern zurechtgelegt.
Fahrt bis zum Hotel Sudima, wo wir die letzte Nacht vor dem Abflug aus CC logierten. Ausladen des Gepäcks, Weiterfahrt zur Tankstelle um voll zu tanken und Rückgabe des Fahrzeuges an Maui. Diese verlief sehr speditiv. Die Kaution von $ 7'500.-- wurde uns sofort auf meiner KK wieder gutgeschrieben. So bleibt uns doch ein anständiger "Batzen" für unsere Rückreise.
Nachher ging's zu Fuss zum nahe gelegenen Airport von CC. Wollten wir doch ein bisschen spionieren, damit wir beim Check-In am 5.3. nicht alles falsch machen. Zudem gibts da auch "Free Wifi" und wir sind wieder mit der Zivilisation verbunden. Komisches Gefühl nach drei Wochen "Eigenstaatlichkeit", ohne Gesetze aber gebührendem Respekt von- und zueinander.
Bei der Rückkehr ins Hotel Sudima wurde uns das Zimmer 888 zugewiesen. Wirklich eine Schnapszahl. Room-Service zum Nachtessen. Die junge Dame die uns das bestellte Nachtessen brachte, hat sich verabschiedet mit "Guten Appetit". Hei, waren wir überrascht!
05.3.2013: Man merkt's, die Ferien gehen zu Ende. TAGWACHE bereits um 06.30 a.m. (Spennsch dänn dü?). Koffern fertig packen. Reicht's wegen dem vorgeschriebenen Gewicht von 23 kg pro Gepäckstück?
Mit dem Hotelshuttle ging's zum Flughafen. Check-In. Oh, alles Paletti. Der grosse Koffer wog 22.9 kg und der Kleine 21.5 kg. Aber da wird ja in Auckland noch etwas "beigefügt". Die ANZ haben's aber genau genommen. Au weia, wir hätten Übergewicht gehabt. (Hier spreche ich aber vom Gepäck).
Nach einer Stunde und zwanzig Minuten "landed" in Auckland. Ein sehr ruhiger Flug, nur vor der Landung hat's dann zwei-dreimal gehörig gerüttelt.
Als wir aufs Gepäck gewartet hatten bemerkte ich plötzlich, dass ich den Zimmerschlüssel des Hotels Sudima noch in der Hosentasche trug. Aber eben, diese Schnapszahl 888 entschuldigt.
In Auckland haben wir uns eine Papiertüte gekauft und den Schlüssel für $ 3.50 dem Hotel zurückgeschickt. Dauer 2 - 3 Wochentage.
Am Abend haben wir uns von Kari, Hedy, Hans und Charlotte verabschiedet. "Herr Kommandant, Zugführer Heinzer meldet 2 Mann ab für Urlaub in Europa. Mögliche Rückkehr zur Truppe frühestens gegen Ende Juli 2013".
06.3.2013: Heute machten wir noch einen ausgedehnten Stadtbummel in Auckland. Wir haben in Seitenstrassen ganz neue "Einkaufsmöglichkeiten" entdeckt. Im Hafen lag ein riesiges Transportschiff vor Anker. Ich denke, wenn dieses Schiff im Vierwaldstättersee verkehren würde, wäre das Seeufer sicherlich fast in Andermatt oben.
Nun geht's zurück ins Hotel. Nachtessen. An der Reception Verlängerung der Zimmernutzung bis am 7.3. um 6 p.m. Dann wiederum müde ins Bett gekrochen. Vorher aber haben wir einen Airbus 380 der Emyrates beim Start beobachtet. Da geht schon einiges an Gewicht in die Luft und dieses Flugzeug hob noch früher von der Piste ab als andere, kleinere Dinger.
07.3.2013: die Sonne scheint heute Morgen für uns zum letzten Mal in Neuseeland. Nun geht's ab in die Hosen und die Schuhe und dann zum Frühstück in den Airport. Am "Vieuwpoint" habe ich gelesen, dass Auckland Airport einer der 10 besten Flughäfen der Welt ist. Schulkinder sind unterwegs auf einer Flughafenbesichtigung. Das hätte ich früher auch lieber getan als gerechnet.
Im Jahre 1936 ist der Brite Jean Battan in elf Tagen von den britischen Inseln nach NZL geflogen und zwar vom 5. - 16. Oktober. Im Jahre 2009 ist hier der erste kommerzielle Flug eines Airbusses 380 gelandet.
Ja, das war eine wirklich langweilige Zeit vor dem Abflug am Airport von Auckland 6 Stunden zu warten. Trotzdem, der Flug von AKL nach HKG war sehr ruhig. Wir sind sogar eine Viertel Stunde früher in HKG eingetroffen als fahrplanmässig vorgesehen. Die Nachtlandung auf dem nicht einfachen Flughafen in HKG war eine Meisterleistung. Wirklich! Nach dem Check-Out wieder Check-In im nebenan liegenden Rega-Hotel. Da haben wir uns sofort ins Bett gelegt und gut geschlafen. Etwas erholt tätigten wir einen Spaziergang quer durch die Airporthallen dieses Flughafens. Die nacheinander ankommenden Flugzeuge, die riesigen Taxistände, die vielen, vielen Leute. Das sind schon andere Dimensionen. So sind wir aber auch dankbar, dass wir wieder in die für uns vertraute und übersichtliche "Welt" zurückkehren können.
Heute Abend, 08.3.2013 um 23.59 Uhr fliegen wir mit einem Airbus 340 von HKG nach ZRH. Morgens um 6.00 Uhr haben wir dann wieder heimatlichen Boden unter den Füssen.
Damit Maria und ich diese wunderbare Reise so ausgelassen geniessen konnten ist doch ein grosser Verdienst von Walter und Erika. Nicht ganz selbstverständlich haben diese beiden den Wohnort Luzern gegen Fiesch eingetauscht. Sie haben unsere Ferienwohnungsgäste betreut, die Ferienwohnung jeweils geputzt, Gäste am Bahnhof in Fiesch abgeholt und wieder hingebracht. Liebe Erika, lieber Walter ein ganz herzliches Vergelt's Gott für eure überaus tolle Bereitschaft. Es ist noch anzumerken, dass ich als ehemaliger nicht diensttauglicher Schweizer Bürger meinem Schwager Walter, immerhin Wachtmeister in der Schweizer Armee, doch noch eine lebenswichtige, militärische Ausbildung beibringen konnte, nämlich den Nahkampf mit der Schneeschaufel. Walter hat das Gelernte so perfekt umgesetzt, dass bei leichtem Pulver, oder aber auch feuchtem oder ganz nassem "Gegner" der Parkplatz immer sauber geräumt war.
Dies ist unsere letzte "Auslandreportage" vom Abenteuer Neuseeland. Es war toll, wir haben tausende eindrückliche Bilder in unserem Kopf gespeichert, wir haben sehr viele Bewohner kennengelernt, wir haben vieles über Land und Leute erfahren, wir haben intensive Naturerlebnisse hautnah miterlebt, wir haben, wir haben, wir haben. Ihr merkt wohl alle, dass wir mit einer Unmenge an Begeisterung nun halt doch wieder ins gleichwohl schöne "Schwiizerländli" zurückkehren.
Good Bay - Aotearoa haere ra.
Maria und Peter
Aotearoa bedeutet in Maori - Sprache "Land der grossen weissen Wolke". Sollte es euch interessieren so folgt unserem Blog ...... Wir wünschen viel Spass und freuen uns auch über eure Kommentare :-).
Freitag, 8. März 2013
Freitag, 22. Februar 2013
Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.......Die Schlinge zieht sich langsam um den Hals zusammen.
22.2.2013: Unser heutiges Tagesziel heisst Hanmer Springs. Gutgelaunt fahren wir Richtung Christchurch. Ein Telefonanruf von Maui zwang uns, das Tagesprogramm wieder zu ändern. Sie baten uns, da das Wasserproblem immer noch nicht gelöst war, in die Werkstätte nach CC zu kommen um das Fahrzeug einer nochmaligen Inspektion zu unterziehen. Mein erneutes Email scheint ernsthafte Wirkung zu zeigen. Ja, unterdessen glich das Fahrzeug einer eigentlichen Wasserquelle. Nicht nur in der Duschewanne, sondern auch auf dem Boden im Wohnbereich und beim Übergang von der Führerkabine in den Wohnbereich bildeten sich Wasser(Lachen). Drei Mechaniker nahmen sich nun dieses Problems an und wir wurden gebeten wieder einmal zu warten. Nach einer Stunde verständigte uns Katie, dass wir ein Ersatzfahrzeug bekommen, weil die Ursache dieser verschiedenen Wasserherkünfte so schnell nicht eruierbar seien.
Also waren wir gezwungen unsere schön eingeräumten Kleider und Utensilien aus dem einen Wagen raus und in den andern Camper umzuladen. Ich meldete Maria "Alles umgeladen". Die Gewissenhaftigkeit von Maria hat aber dafür gesorgt, dass unter den Sitzbänken doch noch einiges an Kleidern und Utensilien zum Vorschein kamen. Sorry Maria! Wir sind ja nicht nach NZL gekommen um zu "zügeln", sondern um Urlaub zu machen. Katie von Maui versüsste uns diesen Umzug aber mit einer vorläufigen Gutschrift von $ 200 auf meiner Kreditkarte. Beim bisher benutzten Fahrzeug haben wir den Tank fast leer gefahren und die Gasflasche hatte dasselbe Problem. So erhielten wir mit dem neuen Fahrzeug auch gleich einen vollen Benzintank und eine neu gefüllte Gasflasche. Also beginnen wir unser NZL- Abenteuer von Neuem. Wir erreichten zwar unser gestecktes Tagesziel Hanmer Springs, aber wir hatten keine Zeit mehr diese "Hot Springs" zu geniessen.
Hanmer Springs liegt eingebettet in einem Seitental. Auf der Hinfahrt entdeckten wir wieder riesige Felder und Wiesen mit unglaublich dimensionierten Bewässerungsanlagen. Diese bewegen sich während der Berieselung entweder geradeaus oder im Halbkreis von 180 Grad. Der längste Zusammenbau von diesen Elementen hat Maria auf 19 beziffert was gut und gerne eine Länge von 500 m ergibt. Maria freute sich auf diesen Campingplatz, war dieser doch mit einer Waschmaschine mit warmem Wasser ausgerüstet. (Christian lässt grüssen). Tatsächlich sind bei den meisten Laundrys nur kalte Wäschen möglich.
Heute war, vom Fahrzeugwechsel abgesehen, eher ein langweiliger Tag. Aber es gibt auch im normalen Leben nicht tägliche Highlights.
23.2.2013: Um unsere Badegelüste zu stillen wollten wir eigentlich heute Morgen ins Thermalbad gehen. Wir erinnerten uns aber an Urlaube auf Ischia. Nach den damaligen Thermalquellenbesuchen, waren wir anschliessend so erschöpft. Diesem Phänomen wollten wir ausweichen, sagte uns doch das Tagesprogramm, dass wir bis Motueka rund 300 Kilometer fahren sollten. Wieder eine eindrückliche Fahrt in den "Voralpen" der Südinsel. Berge, Wälder in allen Variationen, Kieferbäume, Mischwälder und und. Ein Halt bei den "Maruia Falls". Diese sind mit 10 m Höhe nicht so spektakulär, aber in der Breite ist dieser Wasserfall doch sehr eindrücklich.
Wieder im "Talgrund" angelangt wurde die Vegetation wieder üppiger. Riesige Hopfenfelder, Apfelbaumplantagen, Reben und Getreideäcker machten auf uns wieder einen immensen Eindruck.
Lange sind wir bereits gefahren. Unser Magen verlangte nach einem guten Kaffee und etwas dazu. In Kohatu, an der Abzweigung Richtung Motueka, steht ein Kaffeehaus. Mutterseelenallein.
So bestellten wir unsern Kaffee und Citronencake mit Naturjoghurt. Es hat fänomenal geschmeckt. Ein Ehepaar, welches in unserer Nähe sass kam zu uns und sagte, gemäss eurem Dialekt kommt ihr auch aus der CH. Ja, aus Fiesch. Wir sind aus Euthal. Der Posthalter mit seiner Frau. Ein längeres Gespräch hat dann ergeben, dass sie die Eltern der international bekannten Schweizer Solojodlerin Nadia Raess sind.
Nach 309 Km sind wir an der Nordküste der Südinsel, in Motueka, angelangt. Gleich neben dem Abel Tasman Nationalpark und direkt an der Tasmischen See. Nach dem Check- In wieder das gleiche Ritual. Strom anschliessen, Wassertank füllen, Wäscheleine spannen und ein Bier. Dann Tagebuch abfassen und "eintöggelen" ins I-Pad. Wen treffen wir wieder? Vreni und Peter sind über die Westküste auch hier "gelandet". Wegen erlittenem Getriebeschaden haben sie jetzt auch ein anderes Fahrzeug. Am Abend gabs dann einen besonderen Tropfen offeriert von Vreni und Peter, Pete's Shep. So wird mein Name in NZL doch in Ehren gehalten.
Vom nahe gelegenen Flugplatz nimmt man ein komisches Brummen wahr. Ein Motorsegler zieht einen Delta in die Luft, klinkt den aus. So starten die hier, eine Konkurrenz für die doch zahlreichen Bergbahnen.
24.2.2013: Nach dem gestrigen doch strengeren Tag haben wir ausgeschlafen. Nach dem Frühstück fahrt mit dem Camper nach Marahau via Kaiteriteri. Autsch, war das eng und kurvenreich. Barfuss sind wir dann dem Strand entlang spaziert und genossen so ein naturmässiges Peeling. Wir beobachteten wie die Wassertaxis die Gäste in Schiffe verladen, mit denen auf einem Anhänger, gezogen von einem Traktor, ins Meer hinaus gezogen und dort abgeladen werden. So können die pfiffigen Neuseeländer Ebbe und Flut ein Schnippchen schlagen. Beim Einkauf in Motueka entdeckten wir eine Schweizer Bäckerei. Ach wie war die Enttäuschung gross als wir an der Eingangstüre standen. "Sorry, we are CLOSED". Also weiterhin Toastbrot essen. Zurück im Campingplatz sind wir noch ein paar Längen im Swimmingpool geschwommen.
25.2.2013: Heute wollten wir's wissen. Die Bäckerei "We are Open". Ein schönes Brot, zwei Cremschnitten und zwei Mandelgipfel, das war's. Unser Reiseziel heute ist Picton. Eine schöne Fahrt den Stränden und Beaches entlang nach Richmond und Nelson. Dann ging's wieder etwas in die "Höger". Plötzlich zeigte meine Benzinuhr, dass eben die Reserven des Tanks angezapft wurden. Schei........! Zurück zur letzten Ortschaft war zu weit und vorwärts war auch mehr als unklar, wann die nächste Tankstelle kommen wird. Wieder ein bisschen Adventureurlaub. Rai Valley hiess das ganz kleine Dorf, welches aber zwei Tankstellen anbot. Vorerst etwas kompliziert weil nur Bezahlung mit KK möglich war. Schlussendlich happy end. Juhuiiiiiiiiiiiiiiii wir hatten wieder den hochgelobten "Beförderungssaft". Erst jetzt kann ich Andreas verstehen, als er in Holland auf der Insel Fleveland weinte, weil wir im Range Rover fast kein Benzin mehr hatten und weit und breit keine Tankstelle war.
Die Weiterfahrt führte uns über die Pelorus Bridge, welche ein Verzasca- oder Maggia-ähnliches Gebiet überspannte, nach Canvastown, einer Goldgräberstätte aus dem Jahre 1864. Ab Havelock geht's über die "Queen Charlotte Scenic Drive" nach Picton. Ja, die Binntalstrasse ist dagegen fast eine Autobahn. Kurve an Kurve, man konnte das Auto auf einer Länge von fast 30 Kilometern kaum einmal gerade stellen. Dafür wurden wir mit einer Aussicht entschädigt, die Vieles, bereits erlebtes in den Schatten stellte. Zu guter Letzt, im Shakespeare Sound, stand ein Kreuzfahrtschiff. Wie dieses Schiff dahin gelangt ist? Das Foto beweist, ganz hinten Ebbe, dann seichtes Gewässer und etwas weiter vorne steht dieses Schiff.
26.2.2013: Maria hat heute Morgen entdeckt, dass im "Kitchen" dieses Campingplatzes ein Backofen steht. Diesen haben wir benützt und das restliche Brot vom Schweizer Bäcker "aufzufrischen". Noch vor dem Frühstück schmeckte es wie jeweils in der Bäckerei von Hanny, nach frischem, guten Brot. Heute haben wir vor eine Sound-Kreuzfahrt zu machen. Um 1.30 p.m. hiess es Leine los. Während dieser Fahrt passierte so Vieles, wovon wir keine Ahnung hatten. Die gelbe Route zeigte uns heute Fischzuchtanlagen, Muschelzuchtbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe und viele, viele kleine Ferien-oder Wohnhäuschen. Quasi in jeder Bucht steht ein solches Haus. Was uns sehr beeindruckte, obwohl "abgelegener" geht's nimmer, alle Gebäude hatten Stromanschluss. Dies bemerkte man daran, dass in NZL noch alle Stromleitungen überirdisch an die Häuser herangeführt werden. Wir befanden uns eigentlich auf einem "Hurtigrutenschiff". Der Schiffsführer versorgte die verschiedensten Häuser, Höfe und ähnliche mit Waren für den täglichen Bedarf und vor allem mit der Post. Meist kündigt sich der Postboot-Skipper bei der nächsten Anlaufstelle per Funk an, sodass fast immer ein Empfangskomitee bereitsteht. Auch Hunde sind meistens ganz zuvorderst anzutreffen, die Kerle wissen genau, dass sie vom Schiffsführer mit einem Hundebiscuit belohnt werden. Es stehen nicht nur Rentner und sonnengegerbte Aussteiger am Schiffssteg, nein auch Kinder stehen oft bereit, um Schulunterlagrn abzuholen. Das System der "Correspondence School" erlaubt ihnen, zu Hause zu lernen; Unterlagen und Arbeitsbögen kommen per Boot, Kontakte zu Lehrer oder Lehrerin laufen aber übers Internet oder Funk. Interessant dies zu wissen.
Ein älterer Mann holte aber die Post von unserem Schiff mit dem Ruderboot ab, da der Wasserstand zu wenig tief war, konnte unser Schiff nicht anlegen. Nächster Halt war Stip Cave, die erste Anlegestelle von James Cook bei der Entdeckung NZL, inmitten eines Maorigebietes.
Als letzte Haltestellen wurden Bootshäfen im "Endeavour Inlett" bedient. Dort "wimmelt" es buchstäblich von Lodges, welche von Wanderern und Fussgänger besucht werden. Nachher ging's mit unserem Katamaran mit flotter Geschwindigkeit wieder zurück nach Picton. Die 4 1/2 stündige Fahrt kostete $ 91 pro Person. Nicht ganz günstig, aber während der Schifffahrt ist in NZL jeweils der Kaffee und der Tee à Discretions gratis im Fahrpreis inbegriffen. Man kann das auch umgekehrt ansehen und sagen, der Kaffee hat $ 91 gekostet und die Schifffahrt war gratis.
27.2.2013: Am früheren Vormittag verliessen wir Picton. Unser Tagesziel hiess Kaikoura. Vorerst aber haben wir in der "Weinhauptstadt" von Neuseeland einen Zwischenstopp eingelegt. Es ist bekannt, dass Blenheim reich an sehr schönen Parkanlagen sei. Das können wir nach unserem Besuch nur bestätigen. Wiederum "very British". Sauber gestylte Rabatten mit Blumen kombiniert mit Gemüse, in unserem Fall Tagetes zusammen mit Karotten, Petersilie, Randen, Salbei usw. Sieht wirklich toll aus und nachahmenswert.
So wie's halt auf einer Reise ist, verspürt man auch biologische Bedürfnisse. Ich habe eine Toilette entdeckt, habe mich darin eingeschlossen und dann kamen die Weisungen per Lautsprecher. "Türe verriegeln" und in vollem Wortlaut: "You can stay for max. 10 minutes". Ich habe keine Ahnung woher die mich kennen!!!!
In der Region Blenheim hat ein Schweizer Önologe ganze Arbeit geleistet. Er hat den eigentlichen Weinanbau für NZL neu "erfunden". Dieser Herr Fromm ist nun pensioniert, der Anbau und der Vetrieb dieser guten Weine werden aber weiterhin durch einen Schweizer geführt. Obwohl die NZL Spitzenweine heute alle mit Drehverschluss in den Verkauf gelangen, bleibt bei dieser Firma immer noch der Korken als Geheimnis für gute Weine bestehen.
Maria wünscht sich für heute Abend einen speziellen Ort als Übernachtungsort. Nicht Kaikoura wie vorgesehen. Wir fahren nach Marfells Beach. Ein gottverlassener Platz, nur über eine kleine schmale Strasse zu erreichen. Vorbei an den Salzseen von Lake Grassmere. Aber wau, wie haben wir dahinten gestaunt. So etwas von schön. Wir haben unser Fahrzeug platziert und nachher einen Spaziergang dem Strand entlang durchs seichte Wasser unternommen. Ein solchesnErlebnis geht tief, obwohl ich vorerst vom Vorhaben von Maria nicht so begeistert war. Sie wollte mich dann mit einem Kaffee und einem Muffins "aufpäppeln", wo ich doch lieber nochmals eine Schweizer Cremeschnitte gegessen hätte. Beim parkieren unseres Campers war die Frage, wo geht die Sonne auf, resp. wo geht sie unter. Wahrscheinlich muss ich die ganze Nacht umparkieren, damit das Auto am Morgen richtig steht. Da wir ja keine Ahnung hatten wo Norden liegt, habe ich mein I-Phone zu Hilfe genommen. Und wir haben richtig getippt.
Weil wir keinen Stromanschluss hatten, haben wir mit den Stirnlampen Yatzi gespielt und ich werde die Kasse wieder füttern, aber erst zu Hause. Ein toller Vollmond- und anderntags ein unbeschreiblicher Sonnenaufgang haben in uns Erlebnisse eingemeisselt, die man nicht mehr vergisst.
28.2.2013: Die Sonne schien voll in unser fahrbares "Wohnzimmer". Das Rauschen des Meeres bleibt unvergesslich. Vor der Wegfahrt hat uns unsere Schwägerin Erika besucht. Kurz nach der Wegfahrt befanden sich Kühe auf der engen Strasse und die geniessen Vortritt. Ob die das auch wissen?
Um 12.45 Uhr waren wir bereits in Kaikoura. An verschiedenen Stellen haben wir Seelöwen, Seehunde und Robben fotografieren können. Wenns um Faulheit geht, absolviere ich bei denen einen Kurs. Ehrlich, fauler geht's wirklich nicht wie diese sich auf den Felsbrocken ausruhen. Wir wollten in Kaikoura einen Whale - Watchingausflug buchen, aber $ 145 dafür pro Person zu bezahlen war "for us to extensive". Aus der Lektüre wurden wir auf geklärt, dass dieses Geschäft total in den Händen der Maori ist. Klevere Bürschchen.
01.3.2013: Maria hat im Reiseführer wieder eine Trouvaille gefunden. Wir fahren nach Mt. Lyford. Die haben zwar nur 10 Plätze aber nebenan eine Lodge mit einem Restaurant das alle Wünsche erfüllen würde. Stimmt das? Um einen sicheren Standplatz zu ergattern haben wir bereits um 11 a.m. eingecheckt. Nachher sind wir nach Hanmer Springs gefahren um das "verpasste" Schwimmen in den Hot Springs nachzuholen. Dieser Entscheid war goldrichtig. Eine tolle Anlage mit verschiedensten Wasserbecken von 28 - 42 Grad. Anschliessend Rückfahrt nach Mt. Lyford und dann zum Höhepunkt des Tages. Maria hat mir heute einen freien Tag versprochen, also "musste" ich nicht kochen. Wir liessen uns verwöhnen mit dem Besten aus Küche und Keller. Der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen. Hat das geschmeckt. Mmmmhhhhhh fein oder wie wir zusammen mit Lore und Michael zu sagen pflegen "gruusig". Nachher gesellte sich der Hund des Hauses, ein weisses Viech zu uns. Er hörte auf den Namen Snow.
02.3.2013: Stellt euch vor, einen Campingplatz alleine zu benützen. Bei den Herren 3 Duschen, 3 WC's, und 3 Lavabos sowie 2 Pissoirs. Bei den Damen dieselbe Anzahl, natürlich ohne Pissoirs. So konnten wir heute Morgen jegliche Handlungen ohne lästiges Anstehen vollziehen.
Gesättigt ging's dann nach Waiau. Dieselnachschub - zweimal denselben Fehler machen und zittern sollte man nicht. Für die Rückfahrt nach CC wählten wir eine wenig befahrene Nebenstrasse um dann wieder auf die Highway 1 zu gelangen. An diesem Streckenabschnitt haben wir ganz deutlich an den Pflanzen und Bäumen den Herbst erkennen können. So passen für uns dann auch die Jahreszeiten wieder. Angekommen im Sommer, Rückreise im Frühherbst und Ankunft in der Schweiz im Winter.
Ankunft Top 10 Holiday Park in CC. Die Empfangshalle mit Reception würde das Herz vieler Hoteliers höher schlagen lassen. Platz 23 wird unsere Hausnummer für die kommenden beiden Tage sein. Dann ging's noch ein bisschen zum Einkauf. Wie kompliziert die in den Warenhäusern die Artikel einscannen und dir dann noch die Tasche bepacken! Details können wir euch dann nach unserer Rückkehr erzählen. Kaffeerahm kennen die NZL nicht. Da haben wir uns für Halbrahm entschieden. Beim "wohlverdienten" Kaffee haben wir dann festgestellt, dass sich der Halbrahm während der Fahrt wegen der vielen Kurven langsam zu Schlagrahm entwickelt hat. Interessant ist, dass wir haben doch einen Campervan und nicht ein Butterfass gemietet hatten.
03.03.2013: Heute geht's ans Einpacken und Koffern richten für den Rückflug am Dienstag von CC nach Auckland. Eigentlich eine langweilige Arbeit. Aber nach so vielen tollen und erlebnisreichen Tagen ist es halt schwierig sich wieder einer bestimmten Ordnung zu unterziehen.
Ein erstes Fazit von Maria und mir über unsern NZL Aufenthalt lautet: Ein wirklich sehr interessantes Land. Rekorde und Gegensätze wechseln sich ab. Wir möchten nicht gerade in einer grösseren Stadt wohnen, aber auch nicht dort, wo man halbstundenweise fahren kann ohne jemanden zu treffen. Wir fragten uns auch, ob in dieser teilweisen Abgeschiedenheit jeder seinen nächsten Nachbarn kennt. NZL, das Ende der Welt wie es auch genannt wird ist uns ans Herz gewachsen. Erlebnisse, Landschaften, Wälder, Pflanzen, Tierherden, Wolkenspiele und vor allem die Einwohner leben in uns weiter. Vielleicht erlaubt uns der liebe Gott nochmals einen "Ausflug" dahin. Obwohl wir zwei Monate hier waren hätten wir Ideen und Pläne, wie man NZL wieder bereisen könnte.
Wenn wir zu Hause sind werden wir euch einen Abschlussblog übermitteln. Habt keine Angst, wir freuen uns wieder riesig nach Hause zu kommen und euch zu treffen. Vor allem hatten wir aber "Längi Ziti" nach unserer Enkelin Helena. Immer wieder haben wir die Fotos angeschaut und mit ihr " pläuderlet".
Also bis bald in der Schweiz. Die doch schon fast ein bisschen "Heimwehmaori"
Maria und Peter
Also waren wir gezwungen unsere schön eingeräumten Kleider und Utensilien aus dem einen Wagen raus und in den andern Camper umzuladen. Ich meldete Maria "Alles umgeladen". Die Gewissenhaftigkeit von Maria hat aber dafür gesorgt, dass unter den Sitzbänken doch noch einiges an Kleidern und Utensilien zum Vorschein kamen. Sorry Maria! Wir sind ja nicht nach NZL gekommen um zu "zügeln", sondern um Urlaub zu machen. Katie von Maui versüsste uns diesen Umzug aber mit einer vorläufigen Gutschrift von $ 200 auf meiner Kreditkarte. Beim bisher benutzten Fahrzeug haben wir den Tank fast leer gefahren und die Gasflasche hatte dasselbe Problem. So erhielten wir mit dem neuen Fahrzeug auch gleich einen vollen Benzintank und eine neu gefüllte Gasflasche. Also beginnen wir unser NZL- Abenteuer von Neuem. Wir erreichten zwar unser gestecktes Tagesziel Hanmer Springs, aber wir hatten keine Zeit mehr diese "Hot Springs" zu geniessen.
Hanmer Springs liegt eingebettet in einem Seitental. Auf der Hinfahrt entdeckten wir wieder riesige Felder und Wiesen mit unglaublich dimensionierten Bewässerungsanlagen. Diese bewegen sich während der Berieselung entweder geradeaus oder im Halbkreis von 180 Grad. Der längste Zusammenbau von diesen Elementen hat Maria auf 19 beziffert was gut und gerne eine Länge von 500 m ergibt. Maria freute sich auf diesen Campingplatz, war dieser doch mit einer Waschmaschine mit warmem Wasser ausgerüstet. (Christian lässt grüssen). Tatsächlich sind bei den meisten Laundrys nur kalte Wäschen möglich.
Heute war, vom Fahrzeugwechsel abgesehen, eher ein langweiliger Tag. Aber es gibt auch im normalen Leben nicht tägliche Highlights.
23.2.2013: Um unsere Badegelüste zu stillen wollten wir eigentlich heute Morgen ins Thermalbad gehen. Wir erinnerten uns aber an Urlaube auf Ischia. Nach den damaligen Thermalquellenbesuchen, waren wir anschliessend so erschöpft. Diesem Phänomen wollten wir ausweichen, sagte uns doch das Tagesprogramm, dass wir bis Motueka rund 300 Kilometer fahren sollten. Wieder eine eindrückliche Fahrt in den "Voralpen" der Südinsel. Berge, Wälder in allen Variationen, Kieferbäume, Mischwälder und und. Ein Halt bei den "Maruia Falls". Diese sind mit 10 m Höhe nicht so spektakulär, aber in der Breite ist dieser Wasserfall doch sehr eindrücklich.
Wieder im "Talgrund" angelangt wurde die Vegetation wieder üppiger. Riesige Hopfenfelder, Apfelbaumplantagen, Reben und Getreideäcker machten auf uns wieder einen immensen Eindruck.
Lange sind wir bereits gefahren. Unser Magen verlangte nach einem guten Kaffee und etwas dazu. In Kohatu, an der Abzweigung Richtung Motueka, steht ein Kaffeehaus. Mutterseelenallein.
So bestellten wir unsern Kaffee und Citronencake mit Naturjoghurt. Es hat fänomenal geschmeckt. Ein Ehepaar, welches in unserer Nähe sass kam zu uns und sagte, gemäss eurem Dialekt kommt ihr auch aus der CH. Ja, aus Fiesch. Wir sind aus Euthal. Der Posthalter mit seiner Frau. Ein längeres Gespräch hat dann ergeben, dass sie die Eltern der international bekannten Schweizer Solojodlerin Nadia Raess sind.
Nach 309 Km sind wir an der Nordküste der Südinsel, in Motueka, angelangt. Gleich neben dem Abel Tasman Nationalpark und direkt an der Tasmischen See. Nach dem Check- In wieder das gleiche Ritual. Strom anschliessen, Wassertank füllen, Wäscheleine spannen und ein Bier. Dann Tagebuch abfassen und "eintöggelen" ins I-Pad. Wen treffen wir wieder? Vreni und Peter sind über die Westküste auch hier "gelandet". Wegen erlittenem Getriebeschaden haben sie jetzt auch ein anderes Fahrzeug. Am Abend gabs dann einen besonderen Tropfen offeriert von Vreni und Peter, Pete's Shep. So wird mein Name in NZL doch in Ehren gehalten.
Vom nahe gelegenen Flugplatz nimmt man ein komisches Brummen wahr. Ein Motorsegler zieht einen Delta in die Luft, klinkt den aus. So starten die hier, eine Konkurrenz für die doch zahlreichen Bergbahnen.
24.2.2013: Nach dem gestrigen doch strengeren Tag haben wir ausgeschlafen. Nach dem Frühstück fahrt mit dem Camper nach Marahau via Kaiteriteri. Autsch, war das eng und kurvenreich. Barfuss sind wir dann dem Strand entlang spaziert und genossen so ein naturmässiges Peeling. Wir beobachteten wie die Wassertaxis die Gäste in Schiffe verladen, mit denen auf einem Anhänger, gezogen von einem Traktor, ins Meer hinaus gezogen und dort abgeladen werden. So können die pfiffigen Neuseeländer Ebbe und Flut ein Schnippchen schlagen. Beim Einkauf in Motueka entdeckten wir eine Schweizer Bäckerei. Ach wie war die Enttäuschung gross als wir an der Eingangstüre standen. "Sorry, we are CLOSED". Also weiterhin Toastbrot essen. Zurück im Campingplatz sind wir noch ein paar Längen im Swimmingpool geschwommen.
25.2.2013: Heute wollten wir's wissen. Die Bäckerei "We are Open". Ein schönes Brot, zwei Cremschnitten und zwei Mandelgipfel, das war's. Unser Reiseziel heute ist Picton. Eine schöne Fahrt den Stränden und Beaches entlang nach Richmond und Nelson. Dann ging's wieder etwas in die "Höger". Plötzlich zeigte meine Benzinuhr, dass eben die Reserven des Tanks angezapft wurden. Schei........! Zurück zur letzten Ortschaft war zu weit und vorwärts war auch mehr als unklar, wann die nächste Tankstelle kommen wird. Wieder ein bisschen Adventureurlaub. Rai Valley hiess das ganz kleine Dorf, welches aber zwei Tankstellen anbot. Vorerst etwas kompliziert weil nur Bezahlung mit KK möglich war. Schlussendlich happy end. Juhuiiiiiiiiiiiiiiii wir hatten wieder den hochgelobten "Beförderungssaft". Erst jetzt kann ich Andreas verstehen, als er in Holland auf der Insel Fleveland weinte, weil wir im Range Rover fast kein Benzin mehr hatten und weit und breit keine Tankstelle war.
Die Weiterfahrt führte uns über die Pelorus Bridge, welche ein Verzasca- oder Maggia-ähnliches Gebiet überspannte, nach Canvastown, einer Goldgräberstätte aus dem Jahre 1864. Ab Havelock geht's über die "Queen Charlotte Scenic Drive" nach Picton. Ja, die Binntalstrasse ist dagegen fast eine Autobahn. Kurve an Kurve, man konnte das Auto auf einer Länge von fast 30 Kilometern kaum einmal gerade stellen. Dafür wurden wir mit einer Aussicht entschädigt, die Vieles, bereits erlebtes in den Schatten stellte. Zu guter Letzt, im Shakespeare Sound, stand ein Kreuzfahrtschiff. Wie dieses Schiff dahin gelangt ist? Das Foto beweist, ganz hinten Ebbe, dann seichtes Gewässer und etwas weiter vorne steht dieses Schiff.
26.2.2013: Maria hat heute Morgen entdeckt, dass im "Kitchen" dieses Campingplatzes ein Backofen steht. Diesen haben wir benützt und das restliche Brot vom Schweizer Bäcker "aufzufrischen". Noch vor dem Frühstück schmeckte es wie jeweils in der Bäckerei von Hanny, nach frischem, guten Brot. Heute haben wir vor eine Sound-Kreuzfahrt zu machen. Um 1.30 p.m. hiess es Leine los. Während dieser Fahrt passierte so Vieles, wovon wir keine Ahnung hatten. Die gelbe Route zeigte uns heute Fischzuchtanlagen, Muschelzuchtbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe und viele, viele kleine Ferien-oder Wohnhäuschen. Quasi in jeder Bucht steht ein solches Haus. Was uns sehr beeindruckte, obwohl "abgelegener" geht's nimmer, alle Gebäude hatten Stromanschluss. Dies bemerkte man daran, dass in NZL noch alle Stromleitungen überirdisch an die Häuser herangeführt werden. Wir befanden uns eigentlich auf einem "Hurtigrutenschiff". Der Schiffsführer versorgte die verschiedensten Häuser, Höfe und ähnliche mit Waren für den täglichen Bedarf und vor allem mit der Post. Meist kündigt sich der Postboot-Skipper bei der nächsten Anlaufstelle per Funk an, sodass fast immer ein Empfangskomitee bereitsteht. Auch Hunde sind meistens ganz zuvorderst anzutreffen, die Kerle wissen genau, dass sie vom Schiffsführer mit einem Hundebiscuit belohnt werden. Es stehen nicht nur Rentner und sonnengegerbte Aussteiger am Schiffssteg, nein auch Kinder stehen oft bereit, um Schulunterlagrn abzuholen. Das System der "Correspondence School" erlaubt ihnen, zu Hause zu lernen; Unterlagen und Arbeitsbögen kommen per Boot, Kontakte zu Lehrer oder Lehrerin laufen aber übers Internet oder Funk. Interessant dies zu wissen.
Ein älterer Mann holte aber die Post von unserem Schiff mit dem Ruderboot ab, da der Wasserstand zu wenig tief war, konnte unser Schiff nicht anlegen. Nächster Halt war Stip Cave, die erste Anlegestelle von James Cook bei der Entdeckung NZL, inmitten eines Maorigebietes.
Als letzte Haltestellen wurden Bootshäfen im "Endeavour Inlett" bedient. Dort "wimmelt" es buchstäblich von Lodges, welche von Wanderern und Fussgänger besucht werden. Nachher ging's mit unserem Katamaran mit flotter Geschwindigkeit wieder zurück nach Picton. Die 4 1/2 stündige Fahrt kostete $ 91 pro Person. Nicht ganz günstig, aber während der Schifffahrt ist in NZL jeweils der Kaffee und der Tee à Discretions gratis im Fahrpreis inbegriffen. Man kann das auch umgekehrt ansehen und sagen, der Kaffee hat $ 91 gekostet und die Schifffahrt war gratis.
27.2.2013: Am früheren Vormittag verliessen wir Picton. Unser Tagesziel hiess Kaikoura. Vorerst aber haben wir in der "Weinhauptstadt" von Neuseeland einen Zwischenstopp eingelegt. Es ist bekannt, dass Blenheim reich an sehr schönen Parkanlagen sei. Das können wir nach unserem Besuch nur bestätigen. Wiederum "very British". Sauber gestylte Rabatten mit Blumen kombiniert mit Gemüse, in unserem Fall Tagetes zusammen mit Karotten, Petersilie, Randen, Salbei usw. Sieht wirklich toll aus und nachahmenswert.
So wie's halt auf einer Reise ist, verspürt man auch biologische Bedürfnisse. Ich habe eine Toilette entdeckt, habe mich darin eingeschlossen und dann kamen die Weisungen per Lautsprecher. "Türe verriegeln" und in vollem Wortlaut: "You can stay for max. 10 minutes". Ich habe keine Ahnung woher die mich kennen!!!!
In der Region Blenheim hat ein Schweizer Önologe ganze Arbeit geleistet. Er hat den eigentlichen Weinanbau für NZL neu "erfunden". Dieser Herr Fromm ist nun pensioniert, der Anbau und der Vetrieb dieser guten Weine werden aber weiterhin durch einen Schweizer geführt. Obwohl die NZL Spitzenweine heute alle mit Drehverschluss in den Verkauf gelangen, bleibt bei dieser Firma immer noch der Korken als Geheimnis für gute Weine bestehen.
Maria wünscht sich für heute Abend einen speziellen Ort als Übernachtungsort. Nicht Kaikoura wie vorgesehen. Wir fahren nach Marfells Beach. Ein gottverlassener Platz, nur über eine kleine schmale Strasse zu erreichen. Vorbei an den Salzseen von Lake Grassmere. Aber wau, wie haben wir dahinten gestaunt. So etwas von schön. Wir haben unser Fahrzeug platziert und nachher einen Spaziergang dem Strand entlang durchs seichte Wasser unternommen. Ein solchesnErlebnis geht tief, obwohl ich vorerst vom Vorhaben von Maria nicht so begeistert war. Sie wollte mich dann mit einem Kaffee und einem Muffins "aufpäppeln", wo ich doch lieber nochmals eine Schweizer Cremeschnitte gegessen hätte. Beim parkieren unseres Campers war die Frage, wo geht die Sonne auf, resp. wo geht sie unter. Wahrscheinlich muss ich die ganze Nacht umparkieren, damit das Auto am Morgen richtig steht. Da wir ja keine Ahnung hatten wo Norden liegt, habe ich mein I-Phone zu Hilfe genommen. Und wir haben richtig getippt.
Weil wir keinen Stromanschluss hatten, haben wir mit den Stirnlampen Yatzi gespielt und ich werde die Kasse wieder füttern, aber erst zu Hause. Ein toller Vollmond- und anderntags ein unbeschreiblicher Sonnenaufgang haben in uns Erlebnisse eingemeisselt, die man nicht mehr vergisst.
28.2.2013: Die Sonne schien voll in unser fahrbares "Wohnzimmer". Das Rauschen des Meeres bleibt unvergesslich. Vor der Wegfahrt hat uns unsere Schwägerin Erika besucht. Kurz nach der Wegfahrt befanden sich Kühe auf der engen Strasse und die geniessen Vortritt. Ob die das auch wissen?
Um 12.45 Uhr waren wir bereits in Kaikoura. An verschiedenen Stellen haben wir Seelöwen, Seehunde und Robben fotografieren können. Wenns um Faulheit geht, absolviere ich bei denen einen Kurs. Ehrlich, fauler geht's wirklich nicht wie diese sich auf den Felsbrocken ausruhen. Wir wollten in Kaikoura einen Whale - Watchingausflug buchen, aber $ 145 dafür pro Person zu bezahlen war "for us to extensive". Aus der Lektüre wurden wir auf geklärt, dass dieses Geschäft total in den Händen der Maori ist. Klevere Bürschchen.
01.3.2013: Maria hat im Reiseführer wieder eine Trouvaille gefunden. Wir fahren nach Mt. Lyford. Die haben zwar nur 10 Plätze aber nebenan eine Lodge mit einem Restaurant das alle Wünsche erfüllen würde. Stimmt das? Um einen sicheren Standplatz zu ergattern haben wir bereits um 11 a.m. eingecheckt. Nachher sind wir nach Hanmer Springs gefahren um das "verpasste" Schwimmen in den Hot Springs nachzuholen. Dieser Entscheid war goldrichtig. Eine tolle Anlage mit verschiedensten Wasserbecken von 28 - 42 Grad. Anschliessend Rückfahrt nach Mt. Lyford und dann zum Höhepunkt des Tages. Maria hat mir heute einen freien Tag versprochen, also "musste" ich nicht kochen. Wir liessen uns verwöhnen mit dem Besten aus Küche und Keller. Der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen. Hat das geschmeckt. Mmmmhhhhhh fein oder wie wir zusammen mit Lore und Michael zu sagen pflegen "gruusig". Nachher gesellte sich der Hund des Hauses, ein weisses Viech zu uns. Er hörte auf den Namen Snow.
02.3.2013: Stellt euch vor, einen Campingplatz alleine zu benützen. Bei den Herren 3 Duschen, 3 WC's, und 3 Lavabos sowie 2 Pissoirs. Bei den Damen dieselbe Anzahl, natürlich ohne Pissoirs. So konnten wir heute Morgen jegliche Handlungen ohne lästiges Anstehen vollziehen.
Gesättigt ging's dann nach Waiau. Dieselnachschub - zweimal denselben Fehler machen und zittern sollte man nicht. Für die Rückfahrt nach CC wählten wir eine wenig befahrene Nebenstrasse um dann wieder auf die Highway 1 zu gelangen. An diesem Streckenabschnitt haben wir ganz deutlich an den Pflanzen und Bäumen den Herbst erkennen können. So passen für uns dann auch die Jahreszeiten wieder. Angekommen im Sommer, Rückreise im Frühherbst und Ankunft in der Schweiz im Winter.
Ankunft Top 10 Holiday Park in CC. Die Empfangshalle mit Reception würde das Herz vieler Hoteliers höher schlagen lassen. Platz 23 wird unsere Hausnummer für die kommenden beiden Tage sein. Dann ging's noch ein bisschen zum Einkauf. Wie kompliziert die in den Warenhäusern die Artikel einscannen und dir dann noch die Tasche bepacken! Details können wir euch dann nach unserer Rückkehr erzählen. Kaffeerahm kennen die NZL nicht. Da haben wir uns für Halbrahm entschieden. Beim "wohlverdienten" Kaffee haben wir dann festgestellt, dass sich der Halbrahm während der Fahrt wegen der vielen Kurven langsam zu Schlagrahm entwickelt hat. Interessant ist, dass wir haben doch einen Campervan und nicht ein Butterfass gemietet hatten.
03.03.2013: Heute geht's ans Einpacken und Koffern richten für den Rückflug am Dienstag von CC nach Auckland. Eigentlich eine langweilige Arbeit. Aber nach so vielen tollen und erlebnisreichen Tagen ist es halt schwierig sich wieder einer bestimmten Ordnung zu unterziehen.
Ein erstes Fazit von Maria und mir über unsern NZL Aufenthalt lautet: Ein wirklich sehr interessantes Land. Rekorde und Gegensätze wechseln sich ab. Wir möchten nicht gerade in einer grösseren Stadt wohnen, aber auch nicht dort, wo man halbstundenweise fahren kann ohne jemanden zu treffen. Wir fragten uns auch, ob in dieser teilweisen Abgeschiedenheit jeder seinen nächsten Nachbarn kennt. NZL, das Ende der Welt wie es auch genannt wird ist uns ans Herz gewachsen. Erlebnisse, Landschaften, Wälder, Pflanzen, Tierherden, Wolkenspiele und vor allem die Einwohner leben in uns weiter. Vielleicht erlaubt uns der liebe Gott nochmals einen "Ausflug" dahin. Obwohl wir zwei Monate hier waren hätten wir Ideen und Pläne, wie man NZL wieder bereisen könnte.
Wenn wir zu Hause sind werden wir euch einen Abschlussblog übermitteln. Habt keine Angst, wir freuen uns wieder riesig nach Hause zu kommen und euch zu treffen. Vor allem hatten wir aber "Längi Ziti" nach unserer Enkelin Helena. Immer wieder haben wir die Fotos angeschaut und mit ihr " pläuderlet".
Also bis bald in der Schweiz. Die doch schon fast ein bisschen "Heimwehmaori"
Maria und Peter
Samstag, 16. Februar 2013
Von Dunedin weiter Richtung Süden - Und dann die Kurve nach oben kriegen
14.2.2013: Wieder einmal vor 6 a.m. Tagwache. Unser Ziel ist heute die Taieri Gorge Railway und da sollen wir uns um 9.15 a.m. einfinden. Also Duschen, Frühstücken und ab zur Bushaltestelle. Man muss den Campingplatz eben so aussuchen, dass der Bus direkt davor abfährt. Am Bahnhof angelangt waren schon Dutzende Gäste in "Wartelaune". Das wunderschöne Bahnhofgebäude verkürzt aber die Zeit immens. Rechtzeitig suchten wir unsern Platz in Wagen "E". Mit fast einer halben Stunde Verspätung rumpelte der Zug los. Maria und ich waren uns nicht ganz sicher, ob unter jeder Bahnschwelle ein Schotterstein lag. Any Way - langsam tuckerten wir mit sieben angehängten Wagen in ein gottverlassenes Tal hinein. Eine Fahrt ins Muotathal hätte im Vergleich grad grossstädtischen Charakter. Ehrlich, nur Steine, Wasser, Berge, karge Alpweiden. Wem kam es überhaupt in den Sinn in dieses verlassene Gebiet eine Bahn zu bauen? Bahntechnisch eine gewaltige Herausforderung, Brücken, Tunnels, weitere Kunstbauten waren erforderlich um Züge auf diesem Trassee fahren zu lassen.
Der Kondukteur/Schaffner hat bei der Kontrolle natürlich wieder gefragt woher wir kommen. "Ah, from Switzerland. I was in Lucerne and Pilatus. A beautiful place. Irgendwo hat der Zug dann angehalten. Bei der Einfahrt des Zuges in diese Station hat eine Frau noch ihre letzten "Sheeps" am Verkaufsstand aufgestellt. Die nun ausgestiegenen Touristen kauften. Weit und breit aber kein Dorf. Geschäften können die Neuseeländer aber. Nach der Weiterfahrt gelangten wir mit fast einer Stunde Verspätung zum Bahnhof Pukerangi - Endstation unseres Zuges. Wer hier aber ein Dorf oder etwas ähnliches erwartet hatte wurde Lügen gestraft. Nur ein kleines Wartehäuschen steht da. Aber ohalätz, die geschäftigen Leute hatten "Openair-Stände" aufgestellt wo Pullover, T-Shirts und Mützen angeboten wurden. Aber auch Schmuckhändler und Bücherverkäufer boten ihre Waren an. Erstaunlicherweise liessen sich viele Zugspassagiere von den Angeboten überzeugen und kauften ein. Eine halbe Stunde später ging's wieder zurück nach Dunedin. Unterwegs entdeckte ich in einer Schlucht zwei Eisenbahngüterwagen die irgendwann abgestürzt sind. Vertrauenserweckend, mussten wir doch noch etliche Kilometer in dem unwegsamem Gelände zurückfahren. Mit fast einer Stunde Verspätung sind wir wieder in Dunedin eingetroffen.
Anschliessend mussten wir den Camper auf dem Campingplatz holen und in eine uns zugewiesene Werkstatt fahren. Das einzige was jetzt funktioniert ist die Warmwasseraufbereitung. Der Rest bleibt gleich. Maria und ich wandern ja so gerne, dass wir auch in der Nacht einen Spaziergang zur nächsten Toilette im Campingplatz machen. Jetzt fehlt dann nur noch, dass wir das Fahrzeug nach CC zurückziehen müssen!!!
15.2.2013: Bevor wir zu unserem Tagesziel Owaka wegfahren besuchen wir auf Otago Peninsula das Castle Larnach, übrigens das einzige Schloss in Neuseeland. In Europa wäre dies allerdings nur ein Herrschaftshaus liest man in den einschlägigen Lektüren. Erbaut wurde dieses Schloss von William Larnach für seine erste Frau. Deren hatte er aber drei. Die zwei ersten sind gestorben und die Dritte hatte allem Anschein nach mehr Freude am Stiefsohn als am Vater. Mit den Jahren ist dieses Haus verlottert. Es diente noch als psychiatrische Klinik, als Gebäude für Einwanderer und wie man liest zuletzt noch als Schafstall. Im Jahre 1967 hat eine Familie Barker dieses Gebäude samt dem grossem Umschwung von 35 ha gekauft und während 35 Jahren wieder so hergestellt, wie es sich eben für ein solches Haus geziemt. Und draussen die schön gepflegten Parkanlagen - eben wieder "very British".
Anschliessend fuhren wir von diesem Schloss runter an die See und via Portobello testeten wir unsere Verkehrssicherheit nochmals in der Stadt Dunedin. Gemütliche Fahrt über Land. Kühe, Schafe - oder - Schafe, Kühe. Maria hat sich einen kleinen Campingplatz direkt am Südpazifik ausgesucht. Wirklich direkt - wenn man Ebbe und Flut einrechnet kann man nicht näher dran fahren. Nach einem Kaffe haben wir uns aufgemacht die Region ein bisschen zu durchwandern. Nach ein paar hundert Metern waren wir am Ufer. Bereits im Gebüsch drin entdecken wir etwas Seltsames. Es war ein Sealionsbaby (Seelöwenbaby) der Hookers, einer sehr seltenen Seelöwenart. Unser Herz hüpfte vor grosser Freude. Ein paar Meter dem Strand entlang haben wir die Eltern entdeckt und etwas weiter vorne nochmals ein Hookers-"Ehepaar". Das war doch absolute Spitze, mit so einer Begegnung haben wir überhaupt nie gerechnet. Dem Baby konnte ich mich auf ca. 1.50 m annähern um eine Fotoaufnahme zu machen. Bei den alten beiden Tieren hat uns der Respekt doch einen grösseren Abstand von etwa 10 m abverlangt. Wie Maria dann im Dumont gelesen hat, können die lauten Schreie dieser Tiere doch vermitteln, "Hau ab". Soweit liessen wir's nicht kommen. Gegen 9 Uhr p.m. war die Flut wieder auf dem Höhepunkt. Wir hörten plötzlich Laute ähnlich wie sie Kühe von sich geben. Aber hallo, grad hinter unserem Camper sind aus dem Wasser zwei solcher Seelöwen aufgetaucht. Für uns Bergnomaden ein Erlebnis ganz besonderer Art.
16.2.2013: Heute mussten wir in Owaka zum ersten Mal den Camper mit Diesel versorgen. Es ist hier ratsam, wenn der Tank noch einen Drittel Inhalt hat, nachzutanken. Man kann gemäss den nicht ganz genauen Strassenkarten nicht abmessen, in welchem Dorf wieder eine Tankstelle zur Verfügung steht. Der Tankstellenhalter in Owaka hat's aber Faustdick hinter den Ohren. Liegt doch das Dieselangebot bei $ 1.549 im Normalfall liess sich dieser Tankstellenhalter $ 1.639 pro Liter gutschreiben. Ja, es ging dann sehr lange bis wieder eine Nachfüllstation gekommen wäre. Es mahnt mich ganz an eine Tankstelle in Andermatt!
Unterwegs Halt für einen Spaziergang zu den Purakanui Wasserfällen im Regenwald. Wie sonst üblich sieht und hört man dort Vögel und Affen. Ich glaube aber, in diesem Regenwald haben wir diese Rollen selbst übernommen.
Einen weiteren Stopp legten wir beim "Florence Hill" Lookout ein. Wau! Ist das ein Blick übers weite Meer. Wellen, blaues Wasser, schöne Strände.
Unsere Fahrt nach Invercargill verlief mühsam. Soviel Wind auf einer so langen Strecke habe ich noch nie erlebt. Immer und immer wieder war volle Konzentration gefragt, damit wir nicht nebenan im Strassengraben landeten. Wir fuhren zuerst den Campingplatz in Oreti Beach an. Bei unserer Ankunft heulten plötzlich Motoren auf. Wir waren neben einem Motodrom und das müssen wir sicherlich nicht haben. So sind wir etwas weiter gefahren und haben einen schönen Platz etwas ausserhalb von Invercargill gefunden. Kaum hatten wir unser Fahrzeug an Strom und Wasser angeschlossen kam uns Ben besuchen.
17.2.2013: Maria kocht erstmals 3-Minuten Eier auf dem Gasherd. Andreas fehlt - es gibt keine Omegaeier.
Nach dem Frühstück fahren wir gemütlich die Route, welche uns die Receptionisten im Camping Invercargill empfohlen hatte. Zuerst ein kurzes Wegstück auf der Strasse Nr. 6 und nachher abbiegen auf die 99. Diese Strasse ist extra geschaffen für uns. Wir sind auch nicht ganz hundert. Es hat sich gelohnt. Was wir da alles zu sehen bekamen. Wellen, Strand in einer unglaublichen Weite. Der Waewae Bay ist daselbst 27 Kilometer breit. Maria und ich denken, als der liebe Gott die Welt erschaffen hatte, war er mindestens eine Woche in dieser Region.
Bald sind wir nach Schwarzenberg gekommen, der Heimatgemeinde von Maria. "Blackmount". Für einmal war Maria die einzige, die an der Burri-Tagung 2013 teilnahm. Eine Schule, ein Tennisplatz, ein Hallenbad und ein Gemeindezentrum, das war's. Weit und breit keine Häuser. Wir fragen uns, woher diese Kinder alle in die Schule kommen. Aber irgendwo müssen ja die vielen Schafe und Kühe ja auch zu Hause sein.
18.2.2013: Brrrrrrrrrrrrrrrrr. In der vergangenen Nacht war's saukalt. Die Scheiben am Camper waren aussen gefroren. Beim Duschen gab's wegen der vielen Gäste ein kleineres "Puff". Aber schlussendlich konnten wir unsern täglichen Unterhalt doch abwickeln.
Zu den Sandflies an den Milford Sound wollten wir nicht und ein Ausflug zu den Doubt Sounds war bereits tags zuvor ausverkauft. So sind wir mit einem Katamaran auf dem Lake Te Anau gekreuzt und bei der "Glühwürmchen-Grotte" haben wir angelegt um diese Höhlen zu besichtigen. Ein überaus interessantes Unterfangen. Vor 35 Mio Jahren hat der Ozean Sand und weitere Materialien abgelagert. Durch die entstandenen Spalten ist dann während Jahrtausenden Wasser geflossen und hat dieses Höhlensystem mit Becken, Spalten, Wasserfällen und Vielem mehr geschaffen. Auf Booten wurden wir in der vollen Dunkelheit durch dieses Höhlensystem geführt. Die Hauptdarsteller aber waren die Glühwürmchen. Zu Tausenden klebten diese am Gewölbe dieser Höhlen. Übrigens ist dieser Höhlenbesuch auch ein Fitnessprogramm. Beim Eingang muss man rund 100 m in voll gebückter Stellung "einschleichen" und das mit Kampfpackung am Rücken (Rucksack).
Heute Abend waren wir beim Italiener essen. Es hat fast heimatlich getönt, das Italienisch. Und geschmeckt hat's.
19.2.2013: Es gibt Zufälle im Leben, man kann das nicht verstehen. Ich weiss nicht wie viele Milliarden Leute die Erde bewohnen. Es ist mir auch klar, dass nur ein kleiner Teil davon in andere Länder reisen kann. Aber was sich hier auf dem Campingplatz in Te Anau (sprich Tianu) abspielte gehört zur Spitzenklasse.
Peter, Geschäftsleitungs-Mitglied der Matterhorn Gotthard, ging im vergangenen Jahr in Pension. Mit seiner Frau Vreni hat er eine Weltreise gebucht. Eben heute Morgen steht sein Camper hinter unserem Fahrzeug. Wirkliche Zufälle. Auf unserer Weiterreise heute nach Queenstown wählten sie denselben Campingplatz (von 4 Angeboten). So sassen wir dann am Abend bei einem Glas Wein zusammen und haben über Gott und die Welt diskutiert.
Die Fahrt von Te Anau nach Queenstown gehört zur Spitzenklasse. Das blaue Wasser des Sees Lake Wakatipu, schön eingebettet zwischen zwei Hügelzügen (Hills) erfreuten unser Auge auf den letzten 40 Kilometern. Nach der "Einquartierung" auf dem Campingplatz war unser Ziel der Schiffssteg von Queenstown. Mit dem einzigen noch betriebenen Dampfschiff mit echter Kohlenheizung der Welt, mittlerweile 101-jährig, sind wir nach Cecile Peak Station und wieder zurück gefahren.
Queenstown ist eine Stadt für junge Leute und Adventureliebhaber. Pub's, Restaurants, Banken, andere Geschäfte säumen die Strassen dieser Stadt - aber kein Lebensmittelgeschäft. Um dafür Erkundingungen einzuziehen ging ich aufs Informationsbüro. Ja, ja, das haben wir auch. Gottlob nur ein paar Schritte von hier.
20.2.2013: Als primäre Aufgabe heute Morgen war ein Anruf zu Maui vorgesehen. Endlich konnte ich unser Fahrzeug in einer Werkstatt von Maui in Frankton reparieren lassen. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten wir unsere Weiterreise in Angriff nehmen. Wir waren ja gespannt was alles funktionierte. Am Abend in Omarama war die Dusche wieder voll Wasser, die Türe funktionierte nicht immer, aber besser, aber der Tisch wackelte nicht mehr. Immerhin ein Erfolg von gut 30%.
Vor unserer Wegfahrt haben wir Hedi Keller zum 60. Geburtstag gratuliert. Die Familie feiert auch in Neuseeland. Unser Anruf kam allerdings 12 Stunden zu früh (Schweizerzeit hinkt nach). So kam Hedi zu ihrem ersten Geburtstag, welcher 36 Stunden dauerte. Nochmals herzliche Gratulation.
Heute standen zwei Bergpreise auf dem Programm. Jener der ersten Kategorie war die Crown Terrace mit 1076 m schon sehr anspruchsvoll. Steile Anstiege ab Meereshöhe, Harnadelkurven und wies sich geziemt, tolle Aussicht. Später gelangten wir nach Cadrona. Da steht ein Hotel aus dem Jahre 1868, welches 1980 mit viel Sinn für die historische Atmosphäre restauriert wurde. Ein fotogenes Sujet (Z'Hansrüedi würde Schüse sagen) mit einem englischen Oldtimer vor dem Gebäude. In Wanaka haben wir noch einige Einkäufe getätigt, da wir in den kommenden zwei Tagen in der Pampas leben. Aus dem Dorf heraus zu finden war wieder sehr schwierig. Die Neuseeländer haben wieder signalisiert. Juhuiiiiiiiii, wir haben den Ausgang gefunden. Weiterfahrt über den Linsdis Pass nach Omarama. Die befahrene Landschaft zu beschreiben ist nicht möglich und fotografisch gar nicht festzuhalten. Die Wirkung dieses Fleckens Erde kann man nur "Erleben". Das Tal zwischen dem Hawkdem Raida Range und dem Barrier Range (Gebirgszüge) sind so breit, dass man das ganze Goms spielend längsseits hätte platzieren können. Wir konnten nur Staunen - begreifen kann man so etwas nicht.
21.2.2013: Volle Fahrt auf schöner Strasse zum "Peters Look Out". Fantastischer Blick auf den Stausee Pukaki und dann vor allem auf den Mt. Cook. Mit 3'754 m der höchste Berg von NZL. Von der Staumauer aus überwältigender Blick auf den Aoraki (Maorischer Name des Mt. Cook). Dieser Berg diente Sir Edmond Hillary als Trainingsberg für die gelungene Erstbesteigung des Mt. Everest im Jahre 1953. Hillary war Neuseeländer, wurde aber für die Leistung am Mt. Everest von der Englischen Königin in den Adelsstand erhoben.
Weiter ging die Fahrt nach Lake Tekapo. Vorher machten wir einen Abstecher auf den Mt. John. (Observatorium) und genialer Aussichtspunkt in die weitesten Ebenen und Flächen dieser Region. Übrigens der Cappuccino in der Cafeteria hat so gut geschmeckt wie er im Dumont beschrieben ist. Am Lake Tekapo besuchten wir die Church of the Good Shephard, die Kirche des guten Hirten. Erbaut 1953 und ein beliebter Hochzeitsort.
Das Tagesprogramm wies uns den Weg weiter über den "Burkes Pass", 829 müM, via Fairline nach Geraldine. Waren wir vorher durch karge und mehrheitlich braunere Gebiete gefahren wechselt die Vegetaion wieder auf sattes grün und Bäume stehen auch wieder in voller Pracht da. Wieder inmitten der Ortschaft haben wir einen schönen Platz für unsere Übernachtung gefunden. Strom anschliessen, Wassertank nachfüllen, allgemeine Kontrolle am Fahrzeug. Fast wie ein alter "Hase".
So, nun gibts bald unsern heute gekauften Lachs zum Nachtessen. Mmmmmmhhhhhhh fein!
Wir wünschen euch zu Hause eine gute Zeit bis zu unserem nächsten Blog. Weiter geht's über die Hanmar Springs nach Nelson, nach Blenheim, nach Kaikura und dann zurück nach CC. Wir freuen uns, euch wieder Interessantes schreiben zu dürfen.
Herzlichst
Eure Maori-Maria und der Maori- Peter
Der Kondukteur/Schaffner hat bei der Kontrolle natürlich wieder gefragt woher wir kommen. "Ah, from Switzerland. I was in Lucerne and Pilatus. A beautiful place. Irgendwo hat der Zug dann angehalten. Bei der Einfahrt des Zuges in diese Station hat eine Frau noch ihre letzten "Sheeps" am Verkaufsstand aufgestellt. Die nun ausgestiegenen Touristen kauften. Weit und breit aber kein Dorf. Geschäften können die Neuseeländer aber. Nach der Weiterfahrt gelangten wir mit fast einer Stunde Verspätung zum Bahnhof Pukerangi - Endstation unseres Zuges. Wer hier aber ein Dorf oder etwas ähnliches erwartet hatte wurde Lügen gestraft. Nur ein kleines Wartehäuschen steht da. Aber ohalätz, die geschäftigen Leute hatten "Openair-Stände" aufgestellt wo Pullover, T-Shirts und Mützen angeboten wurden. Aber auch Schmuckhändler und Bücherverkäufer boten ihre Waren an. Erstaunlicherweise liessen sich viele Zugspassagiere von den Angeboten überzeugen und kauften ein. Eine halbe Stunde später ging's wieder zurück nach Dunedin. Unterwegs entdeckte ich in einer Schlucht zwei Eisenbahngüterwagen die irgendwann abgestürzt sind. Vertrauenserweckend, mussten wir doch noch etliche Kilometer in dem unwegsamem Gelände zurückfahren. Mit fast einer Stunde Verspätung sind wir wieder in Dunedin eingetroffen.
Anschliessend mussten wir den Camper auf dem Campingplatz holen und in eine uns zugewiesene Werkstatt fahren. Das einzige was jetzt funktioniert ist die Warmwasseraufbereitung. Der Rest bleibt gleich. Maria und ich wandern ja so gerne, dass wir auch in der Nacht einen Spaziergang zur nächsten Toilette im Campingplatz machen. Jetzt fehlt dann nur noch, dass wir das Fahrzeug nach CC zurückziehen müssen!!!
15.2.2013: Bevor wir zu unserem Tagesziel Owaka wegfahren besuchen wir auf Otago Peninsula das Castle Larnach, übrigens das einzige Schloss in Neuseeland. In Europa wäre dies allerdings nur ein Herrschaftshaus liest man in den einschlägigen Lektüren. Erbaut wurde dieses Schloss von William Larnach für seine erste Frau. Deren hatte er aber drei. Die zwei ersten sind gestorben und die Dritte hatte allem Anschein nach mehr Freude am Stiefsohn als am Vater. Mit den Jahren ist dieses Haus verlottert. Es diente noch als psychiatrische Klinik, als Gebäude für Einwanderer und wie man liest zuletzt noch als Schafstall. Im Jahre 1967 hat eine Familie Barker dieses Gebäude samt dem grossem Umschwung von 35 ha gekauft und während 35 Jahren wieder so hergestellt, wie es sich eben für ein solches Haus geziemt. Und draussen die schön gepflegten Parkanlagen - eben wieder "very British".
Anschliessend fuhren wir von diesem Schloss runter an die See und via Portobello testeten wir unsere Verkehrssicherheit nochmals in der Stadt Dunedin. Gemütliche Fahrt über Land. Kühe, Schafe - oder - Schafe, Kühe. Maria hat sich einen kleinen Campingplatz direkt am Südpazifik ausgesucht. Wirklich direkt - wenn man Ebbe und Flut einrechnet kann man nicht näher dran fahren. Nach einem Kaffe haben wir uns aufgemacht die Region ein bisschen zu durchwandern. Nach ein paar hundert Metern waren wir am Ufer. Bereits im Gebüsch drin entdecken wir etwas Seltsames. Es war ein Sealionsbaby (Seelöwenbaby) der Hookers, einer sehr seltenen Seelöwenart. Unser Herz hüpfte vor grosser Freude. Ein paar Meter dem Strand entlang haben wir die Eltern entdeckt und etwas weiter vorne nochmals ein Hookers-"Ehepaar". Das war doch absolute Spitze, mit so einer Begegnung haben wir überhaupt nie gerechnet. Dem Baby konnte ich mich auf ca. 1.50 m annähern um eine Fotoaufnahme zu machen. Bei den alten beiden Tieren hat uns der Respekt doch einen grösseren Abstand von etwa 10 m abverlangt. Wie Maria dann im Dumont gelesen hat, können die lauten Schreie dieser Tiere doch vermitteln, "Hau ab". Soweit liessen wir's nicht kommen. Gegen 9 Uhr p.m. war die Flut wieder auf dem Höhepunkt. Wir hörten plötzlich Laute ähnlich wie sie Kühe von sich geben. Aber hallo, grad hinter unserem Camper sind aus dem Wasser zwei solcher Seelöwen aufgetaucht. Für uns Bergnomaden ein Erlebnis ganz besonderer Art.
16.2.2013: Heute mussten wir in Owaka zum ersten Mal den Camper mit Diesel versorgen. Es ist hier ratsam, wenn der Tank noch einen Drittel Inhalt hat, nachzutanken. Man kann gemäss den nicht ganz genauen Strassenkarten nicht abmessen, in welchem Dorf wieder eine Tankstelle zur Verfügung steht. Der Tankstellenhalter in Owaka hat's aber Faustdick hinter den Ohren. Liegt doch das Dieselangebot bei $ 1.549 im Normalfall liess sich dieser Tankstellenhalter $ 1.639 pro Liter gutschreiben. Ja, es ging dann sehr lange bis wieder eine Nachfüllstation gekommen wäre. Es mahnt mich ganz an eine Tankstelle in Andermatt!
Unterwegs Halt für einen Spaziergang zu den Purakanui Wasserfällen im Regenwald. Wie sonst üblich sieht und hört man dort Vögel und Affen. Ich glaube aber, in diesem Regenwald haben wir diese Rollen selbst übernommen.
Einen weiteren Stopp legten wir beim "Florence Hill" Lookout ein. Wau! Ist das ein Blick übers weite Meer. Wellen, blaues Wasser, schöne Strände.
Unsere Fahrt nach Invercargill verlief mühsam. Soviel Wind auf einer so langen Strecke habe ich noch nie erlebt. Immer und immer wieder war volle Konzentration gefragt, damit wir nicht nebenan im Strassengraben landeten. Wir fuhren zuerst den Campingplatz in Oreti Beach an. Bei unserer Ankunft heulten plötzlich Motoren auf. Wir waren neben einem Motodrom und das müssen wir sicherlich nicht haben. So sind wir etwas weiter gefahren und haben einen schönen Platz etwas ausserhalb von Invercargill gefunden. Kaum hatten wir unser Fahrzeug an Strom und Wasser angeschlossen kam uns Ben besuchen.
17.2.2013: Maria kocht erstmals 3-Minuten Eier auf dem Gasherd. Andreas fehlt - es gibt keine Omegaeier.
Nach dem Frühstück fahren wir gemütlich die Route, welche uns die Receptionisten im Camping Invercargill empfohlen hatte. Zuerst ein kurzes Wegstück auf der Strasse Nr. 6 und nachher abbiegen auf die 99. Diese Strasse ist extra geschaffen für uns. Wir sind auch nicht ganz hundert. Es hat sich gelohnt. Was wir da alles zu sehen bekamen. Wellen, Strand in einer unglaublichen Weite. Der Waewae Bay ist daselbst 27 Kilometer breit. Maria und ich denken, als der liebe Gott die Welt erschaffen hatte, war er mindestens eine Woche in dieser Region.
Bald sind wir nach Schwarzenberg gekommen, der Heimatgemeinde von Maria. "Blackmount". Für einmal war Maria die einzige, die an der Burri-Tagung 2013 teilnahm. Eine Schule, ein Tennisplatz, ein Hallenbad und ein Gemeindezentrum, das war's. Weit und breit keine Häuser. Wir fragen uns, woher diese Kinder alle in die Schule kommen. Aber irgendwo müssen ja die vielen Schafe und Kühe ja auch zu Hause sein.
18.2.2013: Brrrrrrrrrrrrrrrrr. In der vergangenen Nacht war's saukalt. Die Scheiben am Camper waren aussen gefroren. Beim Duschen gab's wegen der vielen Gäste ein kleineres "Puff". Aber schlussendlich konnten wir unsern täglichen Unterhalt doch abwickeln.
Zu den Sandflies an den Milford Sound wollten wir nicht und ein Ausflug zu den Doubt Sounds war bereits tags zuvor ausverkauft. So sind wir mit einem Katamaran auf dem Lake Te Anau gekreuzt und bei der "Glühwürmchen-Grotte" haben wir angelegt um diese Höhlen zu besichtigen. Ein überaus interessantes Unterfangen. Vor 35 Mio Jahren hat der Ozean Sand und weitere Materialien abgelagert. Durch die entstandenen Spalten ist dann während Jahrtausenden Wasser geflossen und hat dieses Höhlensystem mit Becken, Spalten, Wasserfällen und Vielem mehr geschaffen. Auf Booten wurden wir in der vollen Dunkelheit durch dieses Höhlensystem geführt. Die Hauptdarsteller aber waren die Glühwürmchen. Zu Tausenden klebten diese am Gewölbe dieser Höhlen. Übrigens ist dieser Höhlenbesuch auch ein Fitnessprogramm. Beim Eingang muss man rund 100 m in voll gebückter Stellung "einschleichen" und das mit Kampfpackung am Rücken (Rucksack).
Heute Abend waren wir beim Italiener essen. Es hat fast heimatlich getönt, das Italienisch. Und geschmeckt hat's.
19.2.2013: Es gibt Zufälle im Leben, man kann das nicht verstehen. Ich weiss nicht wie viele Milliarden Leute die Erde bewohnen. Es ist mir auch klar, dass nur ein kleiner Teil davon in andere Länder reisen kann. Aber was sich hier auf dem Campingplatz in Te Anau (sprich Tianu) abspielte gehört zur Spitzenklasse.
Peter, Geschäftsleitungs-Mitglied der Matterhorn Gotthard, ging im vergangenen Jahr in Pension. Mit seiner Frau Vreni hat er eine Weltreise gebucht. Eben heute Morgen steht sein Camper hinter unserem Fahrzeug. Wirkliche Zufälle. Auf unserer Weiterreise heute nach Queenstown wählten sie denselben Campingplatz (von 4 Angeboten). So sassen wir dann am Abend bei einem Glas Wein zusammen und haben über Gott und die Welt diskutiert.
Die Fahrt von Te Anau nach Queenstown gehört zur Spitzenklasse. Das blaue Wasser des Sees Lake Wakatipu, schön eingebettet zwischen zwei Hügelzügen (Hills) erfreuten unser Auge auf den letzten 40 Kilometern. Nach der "Einquartierung" auf dem Campingplatz war unser Ziel der Schiffssteg von Queenstown. Mit dem einzigen noch betriebenen Dampfschiff mit echter Kohlenheizung der Welt, mittlerweile 101-jährig, sind wir nach Cecile Peak Station und wieder zurück gefahren.
Queenstown ist eine Stadt für junge Leute und Adventureliebhaber. Pub's, Restaurants, Banken, andere Geschäfte säumen die Strassen dieser Stadt - aber kein Lebensmittelgeschäft. Um dafür Erkundingungen einzuziehen ging ich aufs Informationsbüro. Ja, ja, das haben wir auch. Gottlob nur ein paar Schritte von hier.
20.2.2013: Als primäre Aufgabe heute Morgen war ein Anruf zu Maui vorgesehen. Endlich konnte ich unser Fahrzeug in einer Werkstatt von Maui in Frankton reparieren lassen. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten wir unsere Weiterreise in Angriff nehmen. Wir waren ja gespannt was alles funktionierte. Am Abend in Omarama war die Dusche wieder voll Wasser, die Türe funktionierte nicht immer, aber besser, aber der Tisch wackelte nicht mehr. Immerhin ein Erfolg von gut 30%.
Vor unserer Wegfahrt haben wir Hedi Keller zum 60. Geburtstag gratuliert. Die Familie feiert auch in Neuseeland. Unser Anruf kam allerdings 12 Stunden zu früh (Schweizerzeit hinkt nach). So kam Hedi zu ihrem ersten Geburtstag, welcher 36 Stunden dauerte. Nochmals herzliche Gratulation.
Heute standen zwei Bergpreise auf dem Programm. Jener der ersten Kategorie war die Crown Terrace mit 1076 m schon sehr anspruchsvoll. Steile Anstiege ab Meereshöhe, Harnadelkurven und wies sich geziemt, tolle Aussicht. Später gelangten wir nach Cadrona. Da steht ein Hotel aus dem Jahre 1868, welches 1980 mit viel Sinn für die historische Atmosphäre restauriert wurde. Ein fotogenes Sujet (Z'Hansrüedi würde Schüse sagen) mit einem englischen Oldtimer vor dem Gebäude. In Wanaka haben wir noch einige Einkäufe getätigt, da wir in den kommenden zwei Tagen in der Pampas leben. Aus dem Dorf heraus zu finden war wieder sehr schwierig. Die Neuseeländer haben wieder signalisiert. Juhuiiiiiiiii, wir haben den Ausgang gefunden. Weiterfahrt über den Linsdis Pass nach Omarama. Die befahrene Landschaft zu beschreiben ist nicht möglich und fotografisch gar nicht festzuhalten. Die Wirkung dieses Fleckens Erde kann man nur "Erleben". Das Tal zwischen dem Hawkdem Raida Range und dem Barrier Range (Gebirgszüge) sind so breit, dass man das ganze Goms spielend längsseits hätte platzieren können. Wir konnten nur Staunen - begreifen kann man so etwas nicht.
21.2.2013: Volle Fahrt auf schöner Strasse zum "Peters Look Out". Fantastischer Blick auf den Stausee Pukaki und dann vor allem auf den Mt. Cook. Mit 3'754 m der höchste Berg von NZL. Von der Staumauer aus überwältigender Blick auf den Aoraki (Maorischer Name des Mt. Cook). Dieser Berg diente Sir Edmond Hillary als Trainingsberg für die gelungene Erstbesteigung des Mt. Everest im Jahre 1953. Hillary war Neuseeländer, wurde aber für die Leistung am Mt. Everest von der Englischen Königin in den Adelsstand erhoben.
Weiter ging die Fahrt nach Lake Tekapo. Vorher machten wir einen Abstecher auf den Mt. John. (Observatorium) und genialer Aussichtspunkt in die weitesten Ebenen und Flächen dieser Region. Übrigens der Cappuccino in der Cafeteria hat so gut geschmeckt wie er im Dumont beschrieben ist. Am Lake Tekapo besuchten wir die Church of the Good Shephard, die Kirche des guten Hirten. Erbaut 1953 und ein beliebter Hochzeitsort.
Das Tagesprogramm wies uns den Weg weiter über den "Burkes Pass", 829 müM, via Fairline nach Geraldine. Waren wir vorher durch karge und mehrheitlich braunere Gebiete gefahren wechselt die Vegetaion wieder auf sattes grün und Bäume stehen auch wieder in voller Pracht da. Wieder inmitten der Ortschaft haben wir einen schönen Platz für unsere Übernachtung gefunden. Strom anschliessen, Wassertank nachfüllen, allgemeine Kontrolle am Fahrzeug. Fast wie ein alter "Hase".
So, nun gibts bald unsern heute gekauften Lachs zum Nachtessen. Mmmmmmhhhhhhh fein!
Wir wünschen euch zu Hause eine gute Zeit bis zu unserem nächsten Blog. Weiter geht's über die Hanmar Springs nach Nelson, nach Blenheim, nach Kaikura und dann zurück nach CC. Wir freuen uns, euch wieder Interessantes schreiben zu dürfen.
Herzlichst
Eure Maori-Maria und der Maori- Peter
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