04.3.2013: Heute haben wir uns beim letzten Frühstück im Campervan schon etwas eigenartig gefühlt. Die Auswahl an essbarem war nicht mehr so gross, nein nicht dass uns das Geld ausgegangen wäre, aber wir wollten ja nicht überflüssige Esswaren wegwerfen. Ordentlich wie wir sind, haben wir bei unserem Camper die Innen - und Aussenreinigung des Fahrzeuges erledigt und die gemieteten Gegenstände wie Navy, Campingstühle und Tisch zur guten Übersicht für die Rückgabe im Wageninnern zurechtgelegt.
Fahrt bis zum Hotel Sudima, wo wir die letzte Nacht vor dem Abflug aus CC logierten. Ausladen des Gepäcks, Weiterfahrt zur Tankstelle um voll zu tanken und Rückgabe des Fahrzeuges an Maui. Diese verlief sehr speditiv. Die Kaution von $ 7'500.-- wurde uns sofort auf meiner KK wieder gutgeschrieben. So bleibt uns doch ein anständiger "Batzen" für unsere Rückreise.
Nachher ging's zu Fuss zum nahe gelegenen Airport von CC. Wollten wir doch ein bisschen spionieren, damit wir beim Check-In am 5.3. nicht alles falsch machen. Zudem gibts da auch "Free Wifi" und wir sind wieder mit der Zivilisation verbunden. Komisches Gefühl nach drei Wochen "Eigenstaatlichkeit", ohne Gesetze aber gebührendem Respekt von- und zueinander.
Bei der Rückkehr ins Hotel Sudima wurde uns das Zimmer 888 zugewiesen. Wirklich eine Schnapszahl. Room-Service zum Nachtessen. Die junge Dame die uns das bestellte Nachtessen brachte, hat sich verabschiedet mit "Guten Appetit". Hei, waren wir überrascht!
05.3.2013: Man merkt's, die Ferien gehen zu Ende. TAGWACHE bereits um 06.30 a.m. (Spennsch dänn dü?). Koffern fertig packen. Reicht's wegen dem vorgeschriebenen Gewicht von 23 kg pro Gepäckstück?
Mit dem Hotelshuttle ging's zum Flughafen. Check-In. Oh, alles Paletti. Der grosse Koffer wog 22.9 kg und der Kleine 21.5 kg. Aber da wird ja in Auckland noch etwas "beigefügt". Die ANZ haben's aber genau genommen. Au weia, wir hätten Übergewicht gehabt. (Hier spreche ich aber vom Gepäck).
Nach einer Stunde und zwanzig Minuten "landed" in Auckland. Ein sehr ruhiger Flug, nur vor der Landung hat's dann zwei-dreimal gehörig gerüttelt.
Als wir aufs Gepäck gewartet hatten bemerkte ich plötzlich, dass ich den Zimmerschlüssel des Hotels Sudima noch in der Hosentasche trug. Aber eben, diese Schnapszahl 888 entschuldigt.
In Auckland haben wir uns eine Papiertüte gekauft und den Schlüssel für $ 3.50 dem Hotel zurückgeschickt. Dauer 2 - 3 Wochentage.
Am Abend haben wir uns von Kari, Hedy, Hans und Charlotte verabschiedet. "Herr Kommandant, Zugführer Heinzer meldet 2 Mann ab für Urlaub in Europa. Mögliche Rückkehr zur Truppe frühestens gegen Ende Juli 2013".
06.3.2013: Heute machten wir noch einen ausgedehnten Stadtbummel in Auckland. Wir haben in Seitenstrassen ganz neue "Einkaufsmöglichkeiten" entdeckt. Im Hafen lag ein riesiges Transportschiff vor Anker. Ich denke, wenn dieses Schiff im Vierwaldstättersee verkehren würde, wäre das Seeufer sicherlich fast in Andermatt oben.
Nun geht's zurück ins Hotel. Nachtessen. An der Reception Verlängerung der Zimmernutzung bis am 7.3. um 6 p.m. Dann wiederum müde ins Bett gekrochen. Vorher aber haben wir einen Airbus 380 der Emyrates beim Start beobachtet. Da geht schon einiges an Gewicht in die Luft und dieses Flugzeug hob noch früher von der Piste ab als andere, kleinere Dinger.
07.3.2013: die Sonne scheint heute Morgen für uns zum letzten Mal in Neuseeland. Nun geht's ab in die Hosen und die Schuhe und dann zum Frühstück in den Airport. Am "Vieuwpoint" habe ich gelesen, dass Auckland Airport einer der 10 besten Flughäfen der Welt ist. Schulkinder sind unterwegs auf einer Flughafenbesichtigung. Das hätte ich früher auch lieber getan als gerechnet.
Im Jahre 1936 ist der Brite Jean Battan in elf Tagen von den britischen Inseln nach NZL geflogen und zwar vom 5. - 16. Oktober. Im Jahre 2009 ist hier der erste kommerzielle Flug eines Airbusses 380 gelandet.
Ja, das war eine wirklich langweilige Zeit vor dem Abflug am Airport von Auckland 6 Stunden zu warten. Trotzdem, der Flug von AKL nach HKG war sehr ruhig. Wir sind sogar eine Viertel Stunde früher in HKG eingetroffen als fahrplanmässig vorgesehen. Die Nachtlandung auf dem nicht einfachen Flughafen in HKG war eine Meisterleistung. Wirklich! Nach dem Check-Out wieder Check-In im nebenan liegenden Rega-Hotel. Da haben wir uns sofort ins Bett gelegt und gut geschlafen. Etwas erholt tätigten wir einen Spaziergang quer durch die Airporthallen dieses Flughafens. Die nacheinander ankommenden Flugzeuge, die riesigen Taxistände, die vielen, vielen Leute. Das sind schon andere Dimensionen. So sind wir aber auch dankbar, dass wir wieder in die für uns vertraute und übersichtliche "Welt" zurückkehren können.
Heute Abend, 08.3.2013 um 23.59 Uhr fliegen wir mit einem Airbus 340 von HKG nach ZRH. Morgens um 6.00 Uhr haben wir dann wieder heimatlichen Boden unter den Füssen.
Damit Maria und ich diese wunderbare Reise so ausgelassen geniessen konnten ist doch ein grosser Verdienst von Walter und Erika. Nicht ganz selbstverständlich haben diese beiden den Wohnort Luzern gegen Fiesch eingetauscht. Sie haben unsere Ferienwohnungsgäste betreut, die Ferienwohnung jeweils geputzt, Gäste am Bahnhof in Fiesch abgeholt und wieder hingebracht. Liebe Erika, lieber Walter ein ganz herzliches Vergelt's Gott für eure überaus tolle Bereitschaft. Es ist noch anzumerken, dass ich als ehemaliger nicht diensttauglicher Schweizer Bürger meinem Schwager Walter, immerhin Wachtmeister in der Schweizer Armee, doch noch eine lebenswichtige, militärische Ausbildung beibringen konnte, nämlich den Nahkampf mit der Schneeschaufel. Walter hat das Gelernte so perfekt umgesetzt, dass bei leichtem Pulver, oder aber auch feuchtem oder ganz nassem "Gegner" der Parkplatz immer sauber geräumt war.
Dies ist unsere letzte "Auslandreportage" vom Abenteuer Neuseeland. Es war toll, wir haben tausende eindrückliche Bilder in unserem Kopf gespeichert, wir haben sehr viele Bewohner kennengelernt, wir haben vieles über Land und Leute erfahren, wir haben intensive Naturerlebnisse hautnah miterlebt, wir haben, wir haben, wir haben. Ihr merkt wohl alle, dass wir mit einer Unmenge an Begeisterung nun halt doch wieder ins gleichwohl schöne "Schwiizerländli" zurückkehren.
Good Bay - Aotearoa haere ra.
Maria und Peter

















